Firmenevent
Eventdesign für hybride Events: Wenn ein Element gleich mehrere Aufgaben übernimmt
Ein Event findet vor Ort statt. Eine digitale Messe vor der Kamera. Und manchmal muss Eventdesign für beides gleichzeitig funktionieren.

Ein Event findet vor Ort statt. Eine digitale Messe vor der Kamera. Und manchmal muss Eventdesign für beides gleichzeitig funktionieren.
Bei der Future Fair 2021 in Köln durfte unsere Ape MINE Teil eines digitalen Messeformats werden. Die Herausforderung: Sie sollte im Studio funktionieren, den Menschen vor Ort einen Mehrwert bieten und gleichzeitig im Livestream ein starkes Bild erzeugen.
Von der Anfrage bis zum Veranstaltungstag blieben gerade einmal drei Wochen.
Heute würden wir sagen: ein schönes Beispiel dafür, warum gutes Eventdesign nicht nur danach fragt, wie etwas aussieht – sondern was es für eine Veranstaltung leisten kann.
Drei Wochen von der Anfrage bis zum Event
Viel Zeit für lange Konzeptphasen gab es bei diesem Projekt nicht.
Innerhalb von drei Wochen musste aus der Anfrage ein umsetzbares Setup werden. Der Aufbau erfolgte am Abend vor der Veranstaltung im Studio in Köln, das Studio-Setup selbst wurde von Unit-Art umgesetzt.
Für unsere Ape MINE galt es, eine Gestaltung zu entwickeln, die sich in diese Umgebung integriert und gleichzeitig eigenständig genug ist, um auch im Kamerabild zu wirken.
Denn bei einem digitalen oder hybriden Event verändert sich die Perspektive.
Gestaltung muss nicht nur aus Sicht eines Gastes funktionieren. Sie muss auch durch die Kamera gedacht werden.
Eventdesign für Raum und Kamera
Was vor Ort gut aussieht, funktioniert nicht automatisch im Livestream.
Kameraausschnitt, Licht, Hintergrund, Proportionen und die Position einzelner Elemente bekommen plötzlich eine ganz andere Bedeutung.
MINE wurde bei der Future Fair deshalb so platziert und gestaltet, dass sie gleichzeitig Interviewhintergrund und visueller Anker im Studio sein konnte.
Mit Cookie- und Donutwalls sowie ausgewählten Details entstand ein Setup, das dem technisch geprägten Studioumfeld eine eigene Atmosphäre gab.
Zwischen Kameras, Kabeln und Scheinwerfern sorgte unsere Ape für einen bewussten Kontrast – und gab dem Bild Tiefe und Charakter.

Nicht nur Kulisse: Design braucht eine Funktion
Ein Element nur für die Optik in ein Studio zu stellen, wäre uns heute zu wenig.
Und tatsächlich konnte MINE bei der Future Fair deutlich mehr.
Während der Veranstaltung wurde sie zur Kaffee-, Tee-, Donut- und Cookiebar für Speaker, Gäste und Mitarbeitende.
Damit übernahm ein einziges Element gleich mehrere Aufgaben:
MINE war Treffpunkt, Hospitality-Station, Interviewkulisse und Teil des Eventdesigns.
Genau diese Mehrfachfunktion macht mobile Elemente für Corporate Events so interessant. Fläche ist häufig begrenzt. Umso sinnvoller ist es, Gestaltung nicht isoliert zu betrachten, sondern zu überlegen, wie einzelne Elemente gleichzeitig funktional und kommunikativ eingesetzt werden können.
Aus einer Ape wird ein Marketingtool
2021 haben wir MINE noch unsere „mobile WandelBAR“ genannt.
Der Begriff passt nach wie vor zu ihrer Wandlungsfähigkeit. Unser Blick darauf hat sich seitdem allerdings weiterentwickelt.
Heute sehen wir unsere Ape nicht nur als mobile Bar, sondern als individualisierbares Marketingtool für Unternehmen und Marken.
Je nach Veranstaltung kann sie Bar, Welcome Point, Messestand, Cateringstation, Fotospot oder gebrandeter Mittelpunkt einer Markenaktivierung sein.
Auch die Future Fair zeigt dieses Potenzial bereits sehr gut: MINE war nicht einfach dort, um Getränke und Snacks auszugeben. Sie wurde Teil des sichtbaren Veranstaltungsbildes – vor Ort und für die Menschen vor den Bildschirmen.
Und genau das ist besonders bei digitalen und hybriden Formaten relevant.
Was im Kamerabild erscheint, wird Teil der Außenwirkung des Events.
Was wir aus diesem Projekt mitgenommen haben
Die Future Fair liegt inzwischen einige Jahre zurück. Seitdem haben sich sowohl maimaldrei als auch die Anforderungen unserer Kunden weiterentwickelt.
Trotzdem steckt in diesem Projekt bereits vieles von dem, was unsere Arbeit heute ausmacht.
Wir möchten Gestaltung nicht einfach hinzufügen. Wir möchten verstehen, welche Aufgabe sie innerhalb eines Events übernimmt.
Wo begegnen sich Menschen? Welche Flächen werden besonders wahrgenommen? Was erscheint später auf Fotos oder im Bewegtbild? Wo lässt sich eine Marke sinnvoll integrieren? Und welche Elemente können mehr als nur eine Funktion erfüllen?
Die Antwort muss nicht immer ein großer Sonderbau sein.
Manchmal steht sie auf drei Rädern mitten im Raum.
Klein in der Fläche. Groß in der Wirkung.
Die Future Fair hat gezeigt, wie vielseitig unsere Ape eingesetzt werden kann – selbst in einem Indoor-Studio zwischen Kameras, Scheinwerfern und Technik.
Heute entwickeln wir solche Einsätze noch konsequenter aus der jeweiligen Marke heraus. Mit individuellem Branding, passender Farb- und Materialwelt und einem Konzept, das MINE nicht einfach auf einer Veranstaltung platziert, sondern ihr eine klare Aufgabe gibt.
Als Bar. Als Treffpunkt. Als Messestand. Als Fotomotiv. Als Teil der Markeninszenierung.
Denn entscheidend ist nicht, dass unsere Ape auffällt.
Entscheidend ist, für wen sie auffällt.










